Endlich draußen: Die 2. Single aus A kew’s tags noch unveröffentlichtem Album „Hephioz“

Kapitel 10: … To Reveal A Grieving Goddess

Zur gleichen Zeit, als Vater Glavoz sich im Angesicht der drohenden Gefahr auf die Suche nach seinem Sohn macht, warten Florentine und ihre Mutter auf die Rückkehr der beiden. Sie hören das Feuer kommen. Sie wissen, was ihnen bevorsteht. Und dass sie nichts dagegen tun können. Die Schreie werden lauter, die Gefahr kommt näher – und keine Spur von Stravoz und seinem Vater. Florentine ist noch so klein, und dennoch weiß sie, dass sie nichts anderes erwartet als der Tod. Ihre Mutter breitet schützend die Flügel über ihrer Tochter aus, während die Hitze immer unerträglicher wird. Völlig verängstigt blickt Florentine zu ihrer Mutter auf: „Bitte, sing mir ein Schlaflied. Bitte… sing für mich!“ Es wird lauter, das Feuer ist da, die brodelnden Flammen, die Schreie der sterbenden Vögel, das Ächzen des majestätischen Baumes, der langsam den unfairen Kampf verliert. Voller Verzweiflung schreit Florentine, bettelnd um einen letzten Moment in Frieden mit ihrer Mutter. „Sing für mich! Sing für mich!!“ Mit den Tränen kämpfend beginnt ihre Mutter ein Lied zu singen, das sie schon oft für ihre Tochter gesungen hat.

Und mit einem Mal sind beide in ihrer eigenen Welt. Weit weg von den Schreien, von der Angst, weg von den Flammen, die sie nun erreicht haben. „Schlaf nun, schließe die Augen, mein Kind“, singt sie weiter, während sie zu brennen beginnen, „es ist friedlich, wenn du genau hinhörst“. Das Feuer hat beide fast vollständig verschluckt, und doch ist es ein Moment voll von Frieden und Harmonie. In inniger Umarmung verbrennen Mutter und Tochter.